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Lärche

Lärchen- Larix

 

In den kühleren gemässigten Regionen der nördlichen Hemisphäre gibt es etwa 10 Lärchen-Arten. Sie alle sind sommergrüne, laubabwerfende Koniferen mit weichen, biegsamen Nadeln, die an Langtrieben einzeln bzw. locker schraubig, nach dem ersten Jahr dann rosettenartig an Kurztrieben stehen. Ausgedehnte natürliche und angepflanzte Lärchenwälder stellen die Versorgung mit dauerhaften, schwerem Weichholz sicher. Es eignet sich für viele Verwendungszwecke, durch seine Witterungsbeständigkeit besonders auch im Aussenbereich.


Die europäische Lärche- Larix decidua

 

Die natürliche Verbreitung dieser Art erstreckt sich über grosse Teile Europas; grosse Bestände finden sich besonders in den Alpen und Karpaten. Sie wächst als mehr oder weniger gerader Baum, bis 45 m hoch (im Allgemeinen jedoch wesentlich niedriger), mit kegelförmiger Krone und recht dünnen, waagrecht abgespreizten oder nach unten gerichteten Ästen.

 

Der Baum erreicht ein maximales Alter von 600 Jahren. Die Zweige hängen herab, bei alten Bäumen besonders weit nach unten. Die Art braucht wie alle Lärchen viel Licht, so dass die beschatteten Äste im unteren Bereich bald absterben. Sie werden dann spröde und brechen leicht ab. So entsteht zwar ein sauberer Stamm, beim Trocknen jedoch fallen die toten Astknoten heraus. In europäischen Wäldern sind vier Unterarten bekannt, die teils auch als Varietäten einstuft werden: Alpen- Lärche, Sudeten- Lärche, Polen- Lärche und Karpaten- Lärche. Die Alpen- Lärche eigenet sich für den Anbau wenig, da sie im Wuchs variabel und krankheitsanfällig ist. Samen der Polen- Lärche stammten früher hauptsächlich aus tieferen Lagen, so dass Anpflanzungen in Gebirgsregionen misslangen. Sudeten- und Karpaten Lärchen haben sich als recht anbauwürdig erwiesen.

Es sollten ohnehin stets nur krankheitsresistente Herkünfte gepflanzt werden.


Das typische Wurzelsystem der Lärche ist das Herzwurzelsystem. Durch ihre starke Wurzelenergie geht sie tief in skelettreiche (kies- und steinhaltige) Böden. Dabei kommt es zu zahlreichen Wurzelverkrümmungen. Erreicht sie feinerdegefüllte Klüfte, geht sie bis in 2 m Tiefe. Wurzelverletzungen verharzen rasch. Daher besteht eine geringe Wurzelfäulegefahr. Die Lärche- Larix decidua kann auf Böden über Kalkstein als auch über Quarz- und Silikatgestein eingebracht werden.

Die Baumkrone ist unregelmäßig pyramidal bis schlank-kegelförmig. Die europäische Lärche steht gerne in Gesellschaft zu Fichten, Föhren und Arven, man findet die Lärche in Höhen zwischen 400 und 1700 m.ü.M.

Die Europäische Lärche ist der einzige in Europa heimische Nadel abwerfende, winterkahle Nadelbaum. Um Schädigungen durch Frosttrocknis an sonnigen Wintertagen zu vermeiden, verliert die Lärche im Herbst ihre Nadeln, wie es sonst bei laubabwerfenden Laubbäumen üblich ist.

Die Lärche- Larix decidua verträgt sowohl Temperaturen von -40 °C als auch hochsommerliche Hitze. Ihre Nährstoffansprüche sind gering bis mittel; sie bevorzugt aber – wie jeder Waldbaum – lehmige Böden. Nur auf sehr nährstoffarmen Sanden ist sie nicht anzutreffen. Die Wasseransprüche sind nicht besonders hoch; sie besiedelt frische bis mäßig frische, aber auch trockene Standorte. Selbst auf Kalkrendzinen kommt es noch zu einer ausreichenden Wasserversorgung, wenn die Klüfte durchwurzelbar sind.

 

Nutzung als Heilpflanze

Als Heildroge gilt Lärchenterpentin, so genanntes durch Anbohren der Stämme gewonnenes Balsam. Lärchenterpentin wirkt hautreizend und antiseptisch und ist Bestandteil von Salben, Emulsionen und Pflastern. Zum Verzehr geeignet sind die jungen hellgrünen noch dichten Triebspitzen. Sie sind herb und sauer zu gleich, ähnlich der Zitronen und eignen sich vorzüglich für den Gebrauch in der Küche, beispielsweise zur Frischkäse Zubereitung, oder zu Karottengemüse und Desserts.

 

Holznutzung

 

Lärchenholz wird vorallem als Bau- und Möbelholz, selten als Brennholz genutzt. Die europäische Lärche- Larix decidua ist in Eurasien im Vergleich zu anderen Arten wirtschaftlich am wichtigsten, dies neben der japanischen Lärche- Larix kaemperi  oder der Hybrid Lärche-  Larix eurolepis. Die Larix kaempferi- japanische Lärche wurde, obwohl eigentlich in einem kleinen Gebiet inmitten Japans auf der Insel Honshu natürlich beheimatet, überall auf der Welt angebaut, in den vergangenen Jahren aber zugunsten der europäischen Lärche- Larix decidua vernachlässigt. Dies hat dazu geführt, dass junge Bäume oft minderwertiges Holz lieferten.

Erst bei hohem Anteil an Kernholz kann der Vergleich mit der europäischen Lärche vorteilhaft ausfallen. Die Hybrid Lärche- Larix eurolepis wurde 1919 beschrieben. Eine Allee von japanischen Lärchen- Larix kaempferi wurde in Dunkeld Schottland in der Nähe europäischen Lärchen gepflanzt und bereits im Jahr 1904 produzierten die japanischen Lärchen die ersten F1 Samen ( Hybride der ersten Generation, die aus besonders sorgfältig selektierten Linien kontrolliert gekreuzt wurde), also Samen der Tochtergeneration mit gemischtem Erbgut. So entstand mit den Jahren ein idealer Forstbaum. Sie vereint die Schnellwüchsigkeit der japanischen Lärche mit der robusten, dauerhaften Holzqualität der europäischen Lärche.

 

Die Lärche in der Mystik

 

Die Lärche ist ein starkes, magisches Wesen, das von den Menschen schon seit dem Altertum verehrt und geliebt wird. Ihre Verwendung als Lichtbringer und Schutzbaum hat eine lange Tradition. 

Als Heilpflanze, schützendes und robustes Baumaterial und als magischer Lebensbegleiter ist die Lärche seit langem mit den Menschen verbunden.

Im Herbst, wenn die Lärchen ihre weichen gelben Nadeln verlieren, erstrecken sich weiche, helle Teppiche davon im Wald, die wunderschön weich und hell, aber auch ein guter Dünger für den Boden sind.

Vor allem die Verwendung des Lärchenharzes/Lärchenpechs hat eine lange Tradition; älteste Aufzeichnungen dazu stammen aus dem 16. Jahrhundert. Es wurde bspw. zur Desinfektion in Krankenzimmern genutzt oder auf schmerzenden Stellen des Körpers gestrichen. Eine Salbe aus dem Harz hat antibakterielle, entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und wärmende Eigenschaften. Auch bei bronchialen Beschwerden und rheumatischen Krankheiten fand sie Verwendung. Man kann Salben und Likör aus ihren Bestandteilen herstellen, aber auch Sirup und Tee aus jungen Trieben.

Folgende Lärchen Arten gehören zum Sortiment der Emme- Forstbaumschulen AG,   Larix decidua- europäische Lärche im QP, oder wurzelnackt mit Höhenlagen zwischen 400 bis 1600 m.ü.M. oder Larix kaempferi- Japan- Lärche im QP, grössere Exemplare oder Spezialiäten auf Anfrage, respektive werden von uns abgeklärt.