Die Eibe

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unser nächster Baum in dieser Rubrik ist die Eibe- Taxus baccata,

ein weiterer Nadelbaum.

 Eibenbeeren

Die Eibe-  Taxus baccata

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Die Eiben (Taxus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Die etwa zehn Arten sind hauptsächlich in den gemässigten Gebieten  der Nordhalbkugeln verbreitet; in Europa ist die Europäische Eibe (Taxus baccata) als einzige Art heimisch.

Eibenarten sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Junge Zweige besitzen am Anfang eine grüne bis gelblich- grüne Rinde. Am unteren Bereich kann man Knospenschuppen beobachten. Später werden die Zweige rötlich- braun.

Die Nadeln sind an den Zweigen gescheitelt, bis 2 mm breit, stachelspitzig, oberseits dunkelgrün, glänzend, unterseits hellgrün. Die Pflanze ist Zweihäusig. Die Verbreitung des Pollens erfolgt über den Wind . Die Samen werden hauptsächlich von Vögeln verbreitet, die den fleischigen Samenmantel verzehren und den Samen später wieder ausscheiden (Endochorie).  Die Keimung erfolgt epigäisch, es sind zwei Keimblätter vorhanden.

Die Eibe- Taxus baccata ist nicht sehr hochwachsend, erreicht eine Wuchshöhe zwischen 15 - 20 Meter. Eiben können aber sehr alt werden. Es sind Eiben bekannt die über 1500 Jahre alt geschätzt werden.

Das Holz der Eibe wurde seit jeher vom Menschen geschätzt, da es aufgrund des langsamen Wuchses des Baumes eine außergewöhnliche Härte und Zähigkeit aufweist. Vor ca. 2000 Jahren begann nicht nur die Buche sich auszubreiten, sondern mit dem Ende der Bronzezeit breitete sich auch der Mensch mehr und mehr in Europa aus. Die Nutzung von Eibenholz durch den Menschen geht aber noch weiter zurück. Den ältesten Nachweis für die Verwendung von Eibenholz als Werkzeug bildet die Lanzenspitze von Clacton- on- Sea aus der Holsteinwarmzeit vor etwa 300.000 Jahren. Aus der Eem- Warmzeit vor etwa 130.000 Jahren stammt die Lanze von Lehringen. Auch der berühmte „Ötzi“, die Gletschermumie, die 1991 in den Ötztaler Alpen in Oesterreich  gefunden wurde, lebte vor 5200 Jahren und trug einen Bogenstab von ca. 1,80 Meter Länge aus Eibenholz bei sich. Auch der Stiel seines Kupferbeiles war aus Eibenholz.

Während die Nutzung der Eiben in der Forstwirtschaft heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat, werden die schnittverträglichen Eiben häufig in der Gartengestaltung eingesetzt. Sie wurden und werden vor allem als immergrüne, geschnittene Hecken gepflanzt.

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Eiben gehören aus Gründen der Übernutzung durch den Menschen zu den gefährdeten Pflanzen und wurden in Deutschland gar auf die rote Liste der vom aussterben bedrohten Pflanzen gesetzt. Möglicherweise hat auch die Buche etwas zum Verschwinden der Eibe beigetragen, die grösste Verantwortung dafür aber obliegt dem Raubbau des Menschen.

 

Die Eibe ( Taxus baccata ) gilt als die älteste Baumart Europas. Schon vor 140 Millionen Jahren war die Gattung weit verbreitet. Wie bereits oben erwähnt, wird dieser Baum sehr alt und kann sich gar selbst neu gebären. Dies geschieht zum Beispiel durch Innenwurzeln, die den alten Stamm ersetzen. Der genetische Code dieser lebendigen Organismen bleibt dann über viele tausend Jahre derselbe, nur die äussere Erscheinung verwandelt sich.

Die Eibe gilt als Symbol des ewigen Lebens. Hoch giftig besitzt dieser Baum die Macht über Leben und Tod. Deswegen verwundert es den Literatursuchenden nicht, wenn er auf vielerlei keltische und altgermanische Literatur stösst in Zusammenhang mit diesem Baum. Man geht sogar davon aus, dass es sich bei der Eibe um den Weltenbaum, oder den Baum des Lebens handelt.

In christlicher, islamischer und jüdischer Tradition gilt dieser als Zentrum des Paradieses. Es symbolisiert in seiner Essenz die Einheit der Welt und die Verbundenheit von allem.

Für die Kelten war die Eibe ein heiliger Baum. Sie stand für das Ende des keltischen Jahresrades, für den letzten Tag vor der Wintersonnenwende, der Neugeburt des Lichts. Aus Eibenholz wurden Zauberstäbe und Weissagungsstäbe gefertigt, für die Druiden. Unter der Eiben traf sich der Ältestenrat um wichtige Entscheidungen zu fällen. Im Schutz der Eiben wurden die Toten zum Licht getragen.

Im keltischen Baumhoroskop finden wir die Eibe folgenden Geburtstags- Daten zugeordnet:

vom 3. November bis zum 11. November

Bei der Emme- Forstbaumschulen AG können Sie die Eibe- Taxus baccata als Jungpflanzen mit der Herkunft ZH/ Uetliberg, oder als Solitaire- oder Heckenpflanzen beziehen.


Mehr Angaben und Information finden Sie unter der Rubrik Produkte, in unserer aktuellen Preisliste Seite 58.

Natürlich stehen wir Ihnen auch jederzeit für Fragen oder Anregungen am Telefon zur Verfügung!

 

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